Das
"Wilhelm-Morgner-Stipendium" ehrt den 1917 im Alter von 26 Jahren gefallenen
Soester Expressionisten Wilhelm Morgner, der als herausragender Künstler
des Expressionismus und Wegbereiter der Abstraktion mit seiner Malerei
die künstlerische Entwicklung im 20. Jahrhundert entscheidend mit
beeinflusst hat.
Die
Stadt Soest ist nicht nur durch ein reiches kulturelles Erbe geprägt,
sondern kann auch auf eine besondere Tradition der Förderung zeitgenössischer
Kunst zurückblicken.
Das
Kulturparlament Soest e. V. lädt in Kooperation mit einem Sponsorenkreis
von Soester Bürgerinnen und Bürgern, der Stadt Soest, der Ingrid-Kipper-Stiftung,
der Bürgerstiftung Hellweg-Region und der Volksbank Hellweg bildende
Künstlerinnen und Künstler zu einem Arbeitsaufenthalt ein.
Die
Ausschreibung richtet sich an junge Künstlerinnen und Künstler
bis zu einem Alter von 35 Jahren.
Vorrangige
Auswahlkriterien sind neben der vorausgesetzten künstlerischen Qualität,
die ihre Grundlage in einer profunden Ausbildung und professionellen Arbeitsweise
findet, eine künstlerische Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen
gesellschaftlichen Situation.
Die
Annahme des Stipendiums verpflichtet nach einer Entscheidung der
Fachjury zu einem 3- bis 6- monatigen Arbeitsaufenthalt in Soest.
Zu diesem Zweck stellen die Initiatoren ein mit Atelier und Wohnbereich
ausgestattetes Haus in der Altstadt von Soest zur Verfügung, in dem
die Künstlerin/ der Künstler für die Dauer seines Stipendiums
mietfrei arbeiten und wohnen kann. Für den Arbeitsaufenthalt erhält
die Stipendiatin/ der Stipendiat monatlich einen Unterhaltsbeitrag von
maximal 1000 €.
Die
Initiatoren erwarten von den Stipendiaten, dass sie die Zeit ihres Aufenthaltes
in Soest für ihre künstlerische Arbeit nutzen und sich in den
öffentlichen Austausch über Kunst und Kultur in Soest einbringen.
Sie wünschen sich, dass die Soester Atmosphäre in der künstlerischen
Arbeit ihren Niederschlag wiederfindet und zu deren Fortentwicklung beiträgt.
Es
wird erwartet, dass die Künstlerin/ der Künstler nach Abschluss
des Stipendiums, der Kunstsammlung der Stadt Soest im Wilhelm-Morgner-Haus,
kostenlos ein in Soest geschaffenes Werk übereignet. Der Stipendiatin/
dem Stipendiaten wird nach ihrem/ seinem Arbeitsaufenthalt eine Ausstellungsmöglichkeit
im Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus eingeräumt.
Interessierte
Künstlerinnen und Künstler können ihre Bewerbung bis zum
jeweiligen Abgabetermin senden an:
Kulturparlament
Soest e. V.
co/
Werner Liedmann
Hugo-Kükelhaus-Weg
12, 59494 Soest.
Folgende
Unterlagen sind der Bewerbung hinzuzufügen:
-
ein tabellarischer
Lebenslauf unter besonderer Berücksichtigung der künstlerischen
Ausbildung und Tätigkeiten
-
Angaben
über bisherige Ausstellungen, Kunstpreise, Stipendien usw. sowie Kritiken
oder andere Publikationen
-
aussagekräftige,
auch digitale, Abbildungen Ihrer künstlerischen Arbeit aus den letzten
zwei Jahren mit Angaben über Techniken, Material und Maße.
|